Seltene Bucheinbände erklärt

Der Einband eines Buches beschreibt das Material, aus dem der obere (vordere) und untere (hintere) Einband hergestellt wird. Bücher werden in den unterschiedlichsten Materialien gebunden, darunter verschiedene Papiere, Stoffe, Felle und sogar Metalle, um die Ästhetik oder Haltbarkeit zu erhöhen.

Nach heutigem Brauch ist ein Buch in seiner Originalbindung wertvoller als die meisten nachträglichen Neubindungen. Die wichtigste Ausnahme von dieser Regel ist die Neubindung durch einen bekannten Buchbinder mit historischer Bedeutung. In diesem Fall ist es manchmal die Bindung und nicht das Buch selbst, die Sammlerwert besitzt.

Dies war jedoch nicht immer der Fall. Im viktorianischen Zeitalter waren die meisten Buchbesitzer der Meinung, dass jedes wertvolle Buch einen neuen Einband verdiente, meist in Leder, um Teil der persönlichen Bibliothek zu werden. Das bedeutet, dass Bücher aus dieser Zeit (als Buchbesitzer wohlhabend und privilegiert waren) und früher oft neu gebunden wurden, was die Originaleinbände des Verlags umso seltener machte.

DIE HÄUFIGSTEN ARTEN VON BINDUNGEN & BEZÜGEN

 

1840 klassisches Walfangbuch, gebunden in Originalstoff

SCHUTZUMSCHLÄGE:  Manchmal auch als bezeichnet Schutzumschläge sind die Papierhüllen, die um den Buchdeckel gewickelt sind. Schutzumschläge kamen erstmals Ende des 1800. Jahrhunderts regelmäßig zum Einsatz. Ursprünglich dienten sie als Einwegverpackung, um das Buch bis zur Übergabe an die Bibliothek zu schützen. Die Praxis, Schutzumschläge zu entsorgen, war bis in die 1920er Jahre nahezu gängige Praxis. Erst dann wurden Sammlungen moderner Erstausgaben populär und der Schutzumschlag wurde zu einem wichtigen Faktor für die Attraktivität und den Wert eines Buches.
eine gebundene Erstausgabe von „Der Fänger im Roggen“ mit Schutzumschlag

ORIGINAL-VERLAGSTAFELN:  Dabei handelt es sich um Originaleinbände oder -umschläge, in die der Verlag das Buch ursprünglich gebunden hat. Sie sind in jedem Buch vorhanden, werden heute aber meist mit einem Bildumschlag versehen. Zwischen 1700 und 1830 galt es als modern, jedes gekaufte Buch für die Bibliothek individuell binden zu lassen. Einbände aus dieser Zeit sind oft sehr schlicht, da sie als Wegwerfartikel gedacht waren. Aufgrund dieser Seltenheit sind Originaleinbände aus dieser Zeit für manche Sammler sehr begehrt. Auch moderne Bücher weisen Einbände auf, die an sich schon sehr schön sind.
1817er Ausgabe von „Stolz und Vorurteil“, in original blau papierbespannten Pappen
ORIGINALVERPACKUNG:  Ein Umschlag ist eine Pappe aus Papier und nicht aus dickerem Material (man denke an den Vorläufer moderner Taschenbücher). Diese Art der Bindung wurde im 18. Jahrhundert am häufigsten für Fortsetzungsromane, Broschüren, Zeitschriften und andere dünne Bände verwendet.
1826 Beispiel für Originalumschläge

Kalbsleder: Kalbsleder, manchmal auch als „Kalbsleder“ bezeichnet, ist die häufigste Ledereinbandart. Diese Einbände haben eine glatte Oberfläche ohne erkennbare Maserung. Die natürliche Farbe von Kalbsleder ist hellbraun, kann aber auf verschiedene Arten behandelt werden.

MAROKKO: Marokkanische Einbände tauchten erstmals im frühen 16. Jahrhundert in Europa auf. Marokkanische Einbände werden meist in kräftigen Farben aus Ziegenleder gefertigt und überzeugen durch ihre Haltbarkeit und ihr Aussehen. Diese Art von Einband stammt aus dem Islam, doch der Name hat heute keine geografische Bedeutung, sondern bezieht sich lediglich auf die Tatsache, dass der Einband aus Ziegenleder hergestellt wurde. Marokkanische Einbände gibt es in verschiedenen Ausführungen wie Crushed, Levant, Niger und Straight Grain.
 
Zerkleinertes Marokko
COSWAY-STIL:  Cosway-Einbände sind wunderschöne Bücher mit Miniaturmalereien in edlem Leder. Sie sind nach dem Miniaturporträtmaler Richard Cosway benannt. Das Buchhandelsunternehmen Sotheran's entwickelte das Konzept, die künstlerische Leitung übernahm Miss CB Currie. 
Cosway-Stil
PERGAMENT:  Ursprünglich aus entfettetem Kalbsleder hergestellt – heute aus Lamm-, Ziegen- oder anderen Häuten.
Pergament
ROAN:  Eine dünne, weiche Form von Schaffell, das als billiger Ersatz für Marokkoleder verwendet wird und bei den meisten Sammlern nicht als begehrt gilt.
Roan
SCHLEIFER:  Das ist tDie billigste Lederart, die zum Buchbinden verwendet wird, kann bei Abrieb oder Abnutzung oft mit Roan verwechselt werden.
Skiver
METALLISCH & JUWELENBESCHMUCKT:  Sondereditionen, gebunden mit Edelsteinen, Metallen, exotischen Häuten oder anderen interessanten Materialien.
Metallische, juwelenbesetzte und andere Materialien

 

 

 

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